Der Ginkgo ist ein sommergrüner Baum. Er kann eine Wuchshöhe von 40 Metern erreichen. Seine Borke
ist braun und bildet eine dicke, korkähnliche Schicht.
Der junge Baum wächst zunächst schlank und gerade. Dies ändert sich beim älteren Baum, der eine ausladende,
mächtige Baumkrone bilden kann.
Charakteristisch sind die fächerförmigen, breiten Laubblätter, die in der Mitte eingekerbt sind.
Sie sind im Frühjahr hellgrün und dunkeln über den Sommer nach, im Herbst färben sie sich auffallend hellgelb
und fallen schließlich etwa Anfang November ab.
Der Ginkgo ist zweihäusig, es existieren männliche und weibliche Pflanzen. Er blüht im März. Die weiblichen Blüten
reifen nach der Befruchtung zu einem Samen mit essbarem Kern.
Er gehört wie die heutigen Nadelbäume zu den Nacktsamern. Der Baum stammt aus Ostasien, wo er auch wegen seiner
Samen und als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und
wird hier seit 1730 angepflanzt.
Ginkgopflanzen existieren schon seit 290 Millionen Jahren. Man kann Fossilien nahe verwandter Arten auch in
Mitteleuropa finden.
Aufgrund seiner langen Entwicklungsgeschichte und einer Reihe von ursprünglichen Merkmalen gilt der Ginkgo biloba
als das älteste lebende Fossil der Pflanzenwelt, dessen nähere Verwandte alle ausgestorben sind.